Vom angepassten Mädchen zur selbstbestimmten Frau
Viele Frauen sagen:„Ich weiß nicht, was ich will.“Doch oft stimmt das nicht ganz.Was fehlt, ist nicht Wissen – sondern Sicherheit.Entscheidungen werden häufig als etwas Rationales betrachtet.Als etwas, das man „durchdenken“, „abwägen“ oder „optimieren“ muss.Doch die meisten inneren Konflikte entstehen nicht, weil wir zu wenig nachdenken –sondern weil wir gegen unser inneres Erleben entscheiden.
Wenn dein Nervensystem unter Druck steht, sucht es vor allem eines:Sicherheit, Zugehörigkeit, Vermeidung von Gefahr.
Dann greifen alte Muster:
Das ist kein Persönlichkeitsfehler.Es ist eine biologische Schutzreaktion.
Viele Frauen suchen nach der richtigen Entscheidung.Doch diese Suche erzeugt oft noch mehr Druck.Denn Entscheidungen sind selten eindeutig.Sie sind kontextabhängig, körperlich spürbar und entwicklungsbezogen.Eine selbstbestimmte Entscheidung fragt nicht:„Was ist perfekt?“Sondern:„Was ist jetzt stimmig – für mich, in diesem Moment?“
Innere Orientierung entsteht, wenn mehrere Ebenen zusammenspielen:
Wenn eine dieser Ebenen übergangen wird, fühlt sich eine Entscheidung innerlich falsch an –auch wenn sie nach außen „vernünftig“ wirkt.
Selbstbestimmung zeigt sich nicht darin, immer sicher zu sein.Sondern darin, dir selbst zu vertrauen, auch wenn Unsicherheit da ist.
Eine Entscheidung zu treffen heißt:
Nicht laut.Nicht perfekt.Aber ehrlich.
Vielleicht musst du nicht lernen, besser zu entscheiden.Vielleicht darfst du lernen, dich selbst mitzunehmen, wenn du entscheidest.Nicht gegen deinen Körper.Nicht gegen deine Angst.Sondern mit ihr.